Herren1: Ein starkes Viertel reicht nicht.

Mit 72:75 (30:40) verlieren die Basketballer der TG Nürtingen ihr Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn TSV Kupferzell. Lange Zeit sah man dabei wie der sichere Verlierer aus, ehe man sich im letzten Viertel nochmal aufbäumte - ein Schlussspurt, der letztendlich aber nicht belohnt wurde.

Für beide Mannschaften war die Ausgangslage vor dem Spiel die gleiche: Mit einem Sieg konnte man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Entsprechend motiviert gingen beide Teams zu Werke. Coach Weingarten forderte von seiner Mannschaft insbesondere, in der Offensive den Weg über die Nürtinger Centerspieler zu suchen, um auf diese Weise zu einfachen Abschlüssen zu kommen.

Im ersten Viertel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften konnte sich spürbar absetzen (17:18, 10.Min). Im zweiten Viertel dann jedoch der erste Bruch im Nürtinger Spiel: Während in der Offensive nicht viel gelingen wollte, zeigte die Mannschaft gleichzeitig auch in der Vereidigung Schwächen. Immer wieder zogen die Hausherren zum Korb und konnten dabei fast immer nur mit einem Foul gestoppt werden. Die Folge: Massenweise Freiwürfe für den Gegner. Bis zur Halbzeitpause wuchs der Rückstand so auf 10 Punkte (30:40, 20.Min).
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Kupferzell spielte weiterhin aggressiv und zogen Foul um Foul – am Ende kamen die Kupferzeller so auf stolze 50 Freiwürfe, von denen sie glücklicherweise nur 28 verwandelten. Derweil fand die TG in der Offensive weiterhin keinen Weg, ihre überlegenen Centerspieler ins Spiel zu bringen. Die Folge: Bis zum Ende des letzten Viertels wuchs der Rückstand auf 19 Punkte an (45:64).

Wer nun aber glaubte, dass sich die Nürtinger geschlagen gaben, sah sich getäuscht. Plötzlich klappte der Zugriff in der Verteidigung, und in der Offensive waren es nun die Gäste, die Foul um Foul zogen. Die TG kämpfte erfolgreich und war so zwei Minuten vor Schluss wieder auf drei Punkte dran. Für einen Sieg sollte es am Ende jedoch nicht mehr reichen. „Lediglich im letzten Viertel hat die Mannschaft ihr wahres Potential gezeigt“, ist sich Coach Weingarten sicher. Wieso man es aber nicht schafft, von Beginn an und über die gesamte Begegnung diese Energie und Konzentration zu zeigen, bleibt auch für ihn vorerst ein Rätsel. Eines jedoch ist klar: Die TG ist nach dieser Niederlage nun endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Kommenden Samstag steht für die TG bereits die nächste Begegnung an. Dann ist der Tabellendritte TSG Heilbronn zu Gast in Nürtingen. Spielbeginn ist um 19:00h in der Hölderlin-Sporthalle.

Für die TG spielten:
Hilburger 5, Kostidis 1, Müllerschön, Nyankam 1, Pavlica 9, Schnitzer, Schweinfort 30, Theilmann 7, Tussetschläger 7, Unterseher 6, Weingarten 6

Damen1 weiter im Aufwind

Am vergangenen Samstag bewiesen die Oberliga Damen der TG Nürtingen bei der TSV Malmsheim ihre ansteigende Form. Beim 62:47 (10:15, 28:29, 43:33) wurden sie mit zunehmender Spielzeit immer besser und stellten mit diesem Erfolg den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle her.

So langsam kommen die Nürtinger Damen immer besser im Schwung. Vor wenigen Wochen wäre eine solche Leistungssteigerung innerhalb eines Spiel und ein solcher Variantenreichtum im Spielaufbau sicherlich noch nicht denkbar gewesen. Hilfreich in diesem Spiel war zudem, dass man fast in Bestbesetzung antreten konnte. Lediglich Lena Mauthe fehlte weiterhin verletzungsbedingt. Selbst der Umstand, dass man erneut ohne Trainer antreten musste und Daniela Fischer wieder den Part der Spielertrainerin übernehmen musste, tat der Leistung keinen Abbruch.

Den besseren Start in dieses Spiel erwischten jedoch zunächst die gastgebenden Malmsheimerinnen. Nach dem ersten Viertel führten sie mit 15:10 Punkten. Im Nürtinger Lager behielt man trotz des Rückstands die Ruhe. Angesichts von 2 Siegen in den letzten Wochen war der Glaube an die eigenen Fähigkeiten zurückgekehrt. Nur die ersten Spielminuten des zweiten Abschnitts blieb Gerlingen noch tonangebend. Dann übernahmen die Gäste das Kommando. Gerlingen versuchte es in der Defensive mit einer Zonenverteidigung, Nürtingen hingegen zeigte sich nun gegen diese Abwehrformation sehr variantenreich.

In den ersten Spielen verließen sie sich fast ausschließlich auf die Würfe von den Außenpositionen. Doch wenn diese nicht gefallen sind, hatte man keinen Plan B parat. Für den Geschmack der Nürtinger Trainer war diese Abhängigkeit deutlich zu riskant und einsilbig. Somit hat man in den letzten Wochen einige Trainingsstunden investiert, um das Angriffsspiel und die daraus resultierende Wurfauswahl variantenreicher zu organisieren. Vor allem das Element Schnellangriff wurde in den ersten Spielen sehr selten eingesetzt, um einfache Punkte zu erzielen. Nicht so in dieser Partie. Immer wieder konnte die Nachwuchsspielerin Kim-Tara Fischer gut eingesetzt werden, um eben per Fastbreak punkten zu können.

Gleiches gilt und galt für die Defensivleistung. Schon in den letzten Wochen versuchte man zum Teil erfolgreich die eigene Verteidigungsform immer wieder zu wechseln, um den Gegner so vor neue Herausforderungen zu stellen. Das zweite Viertel wurde in der Einzelabrechnung bereits mit 18:14 gewonnen. Doch für einen Führungswechsel bis zum Seitenwechsel reichte es dennoch nicht. Dafür waren die Gastgeber in der ersten Spielhälfte schlichtweg zu stark. Mit 29:28 Punkten blieben sie beim Seitenwechsel noch in Führung.

Im dritten Viertel knüpften das Ensemble aus der Hölderlinstadt nahtlos an die Leistung und die Spielweise des zweiten Abschnitts an. Nun bekamen die Hausherrinnen deutliche Probleme sich auf das abwechslungsreiche Spiel ihres Kontrahenten einzustellen. Schnell ging die Turngemeinde in Führung, welche bis zum Viertelende auf 43:33 ausgebaut werden konnte.

Damit war die Messe aber längst noch nicht gelesen. Es wäre nicht das erste Saisonspiel gewesen, welches die TG-Damen im letzten Viertel trotz einer komfortablen Führung noch aus der Hand gegeben hätten. Nicht zuletzt aufgrund der Niederlagen in Jungingen und auch gegen Waiblingen war man gewarnt mit voller Konzentration auch das abschließende Viertel zu bestreiten.

Im Schlussabschnitt zeigte sich nun deutlich die positive Entwicklung der letzten Wochen. Man blieb konzentriert und weiterhin am Drücker. Sämtliche Versuche der Malmsheimer zur Aufholjagd wurden erfolgreich gekontert. Der Vorsprung blieb somit in etwa konstant. Den Schlusspunkt in dieses Spiel setzen wieder die Gäste. Am Ende stand ein insgesamt hart umkämpfter und enorm wichtiger 62:47 Sieg Nürtingens zu Buche.

Erfreulich neben der Leistung der TG-Spielerinnen auch die breite Punktausbeute. Diese Unterstrich in diesem Spiel die mannschaftliche Geschlossenheit. Nicht weniger als 4 Spielerinnen punkteten zweitstellig, und insgesamt 8 der 9 Spielerinnen konnten sich in die Scorerliste eintragen. „Das war nicht der Erfolg eines Einzelnen, sondern eine echte Teamleistung“, so dann auch folgerichtig der Tenor über das Spiel aus den Reihen Nürtingens.

Am kommenden Wochenende steht in eigener Halle gegen das Tabellenschlusslicht Schwäbisch Hall eine weitere richtungsweisende Partie an. Mit einem weiteren Sieg hätte man sich erst einmal leicht vom Tabellenende abgesetzt und wäre damit wieder voll im Fahrplan.

Für TG Nürtingen gespielt haben:
Attinger(1), Βüchele(12), Fischer, D.(12), Fischer, K-T.(12), Müllner(10), Rehklau(6), Reichmuth(4), Staib(5), Salkowski.

jöf

Herren1: Am Ende nicht clever genug

Mit 67:71 (28:32) verlieren die Basketballer der TG Nürtingen ihr Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten BSG Ludwigsburg. Die Entscheidung in einer bis zum Ende spannenden Partie fiel dabei erst in den letzten Sekunden.

Ludwigsburger Teams sind unberechenbar, speisen sie sich doch aus dem großen Pool an an talentierten Jugendspielern, darunter auch Spieler aus den Jugendbasketball-Bundesligen NBBL und JBBL. Je nach Spieltagsituation können und sollen die Talente auch im Herrenbereich erste Spielpraxis sammeln. Das Problem für die Gegner: Man weiß nie so genau, was einen schlussendlich erwartet. Angesichts der Leistungen in den vergangenen Partien gingen die Nürtinger trotzdem selbstbewusst in die Begegnung, und man war sich sicher, heute eine Chance auf den Sieg zu haben.

Die Begegnung begann wie schon so oft in dieser Saison: Wieder brauchten die Nürtinger viel zu lange, um ins Spiel zu finden. Gleichzeitig schienen auch freie Würfe heute nur selten den Weg durch das Netz finden zu wollen. Ein Umstand, der der TG heute noch größere Probleme bereiten sollte. Die Hausherren nutzen diese Phase, um sich schnell auf 10 Punkte abzusetzen (4:14, 6.Min). Zum Ende des ersten Viertels lag man mit 8 Punkten zurück (12:20).

Wieder einmal musste die TG also einem Rückstand hinterherrennen. Angeführt vom starken Florian Theilmann (11 Punkte allein im 2.Viertel) kämpfte sich die Mannschaft aber wieder heran. Bis zur Halbzeit konnte der Rückstand so auf vier Punkte verkürzt werden (28:32). Es war wieder alles drin für die TG.

Nach der Pause startete die TG stark, und ging erstmals in Führung (33:32, 21.Min). Die Hausherren reagierten auf die Spielweise der Nürtinger und stellten auf eine 2-3 Zonenverteidigung um. Der Bereich rund um den Korb war nun dicht, gleichzeitig entstanden von außen weiterhin freie Würfe wie am Fließband. Das Problem an diesem Tag: Die Wurfquoten wurden einfach nicht besser. Insbesondere von der Dreipunkte-Linie, sonst essentieller Bestandteil des Nürtinger Spiels, wollte heute nichts gelingen. Mit einem vier-Punkte Rückstand ging es in das letzte Viertel (46:50)

Auch im letzten Spielabschnitt blieb es eng. Zunächst übernahm wieder die TG die Führung (53:52, 33.Minute), ehe die Hausherren konterten. 20 Sekunden vor Schluss lagen die Nürtinger mit zwei Punkten hinten, hatten jedoch noch einmal Ballbesitz. Der darauffolgende Angriff wurde wie geplant ausgespielt und resultierte in einem völlig offenen Dreipunktewurf. Es passte jedoch ins Bild, dass auch dieser am heutigen Tag einfach nicht den Weg durch die Reuse finden wollte. Das schnell Foul und die drauffolgenden Freiwürfe der Hausherren besiegelten schließlich die 67:71 Niederlage.

Spieltrainer Weingarten ist sich sicher: „Hätten wir von der Freiwurf- und Dreilinie auch nur annähernd normale Quoten geworfen, hätten wir die Begegnung klar gewonnen.“ Fakt ist jedoch auch: Die Mannschaft muss in solchen Momenten in der Lage sein, einen Plan B zu entwickeln, um auch schwache Wurfquoten kompensieren zu können.

Das nächste Spiel der Nürtinger findet am kommenden Sonntag (17:00) statt. Dann ist man auswärts zu Gast beim Tabellenneunten TSV Kupferzell. In diesem Spiel soll er dann her – der dritte Saisonsieg.

Für die TG gespielt haben:
Heinigen, Hilburger 4, Nyankam 2, Pavlica 6, Ratzkowski 8, Schnitzer, Schweinfort 11, Theilmann 16, Tussetschläger 6, Unterseher 9, Weingarten 5, Yildiz

Damen1: Befreiungsschlag oder Strohfeuer?

Im wichtigen Aufeinandertreffen bei der zweiten Mannschaft der BSG Ludwigsburg setzen sich die Oberliga Damen der TG Nürtingen am vergangenen Samstag mit 52:39 (12:7, 28:19, 36:25) durch. Damit feierte man einen wichtigen und vielleicht auch wegweisenden Sieg, um hinten aus dem Tabellenkeller wieder herauszukommen.

„Endlich“, so der Tenor aus dem Lager der Nürtinger nach diesem Erfolgserlebnis. Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs standen die Damen aus Nürtingen mächtig unter Druck, wollte man den Anschluss ans hintere Tabellendrittel nicht abreißen lassen. Die BSG Ludwigsburg steht zwar ebenfalls hinten in der Tabelle, ließ aber vor Wochenfrist mit einem Kantersieg beim TSV Malmsheim aufhorchen. Damals wurden viele Spielerinnen der Regionalligareserve eingesetzt. Umso ungewisser war es dann vor Spielbeginn, in welcher Formation die Gastgeber in diesem wichtigen Spiel gegen die TG Nürtingen wohl antreten würden.

Schon beim Aufwärmen zeichnete sich aber ab, dass Ludwigsburg eher mit der Oberliga-Stammmannschaft spielen würde, und in diesem Spiel zudem noch ersatzgeschwächt mit lediglich 7 Spielerinnen antreten konnte. Die TGN brachte es wenigstens auf 8 Spielerinnen. Aus der Stammformation fehlten mit Lena Mauthe und Thea Diez lediglich 2 Spielerinnen. Ein erster Vorteil also für die Gäste.

So begann dann auch das Spiel mit zunächst deutlichen Vorteilen der Turngemeinde und einem 7:0 Traumstart. Erst anschließend brachte die ehemalige Nürtinger Spielerin Sarah Wanzke Ihre Farben ins Spiel. Mit 2 Dreiern in 2 Minuten konnte sie im Alleingang den Anschluss herstellen. Auf der Gegenseite hatte aber Daniela Fischer eine passende Antwort parat und war ebenfalls von der „Drei-Punkte-Linie“ erfolgreich. Nach dem ersten Viertel lagen die Gäste mit 12:7 Punkten in Führung.

In den ersten Minuten des zweiten Viertel wiederholte sich zunächst einmal das Preisschießen der beiden. Zwei weitere Dreier durch Wanzke wurden aber mit 2 Dreiern von Daniela Fischer gekontert. Im weiteren Verlauf kümmerten sich beide Abwehrreihen dann verstärkt um die glänzend aufgelegten Schützinnen und dieses Wurfduell fand damit erst einmal ein Ende.

Bis zum Seitenwechsel zeigten die Damen aus der Hölderlinstadt, dass man in den jeweiligen Formationen qualitativ über den besser besetzten Kader verfügt. Während auf Seiten der BSG lediglich die zweite ehemalige Nürtinger Spielerin Selma Yesilova sich in die Scorerliste eintragen konnte, waren beim Kontrahenten mit Kim-Tara Fischer, Luise Büchele, Lisa Reichmuth sowie Nora Müllner insgesamt 4 weitere Spielerinnen mit Abschlüssen erfolgreich. Folgerichtig lag der Gast zum Seitenwechsel deutlich mit 28:19 Punkten in Führung.

Doch die letzten Spiele haben gezeigt wie wenig eine Halbzeitführung bedeuten kann. Bereits in Jungingen und gegen Waiblingen lag man zum Seitenwechsel zum Teil komfortabel in Front, am Ende stand man jedoch mit leeren Händen da. Somit waren die ohne Trainer angereisten TGNlerinnen also gewarnt. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Foulbelastung, welche zumindest in Jungingen den Ausschlag für die Niederlage gab.

Das dritte Viertel verlief dann zäh und schleppend, aber auf beiden Seiten. Bei Fischer und Co. waren die negativen Erfahrungen der letzten Niederlagen offensichtlich deutlich in den Köpfen eingebrannt. Plötzlich spielte man wie gelähmt, mut- und drucklos und mit schlechten Entscheidungen. Die Hausherrinnen vermochten daraus aber kein Kapital zu schlagen. Insgesamt fehlte ihnen aufgrund der vielen abwesenden Spielerinnen die Qualität in der Tiefe. Somit ging auch das dritte Viertel mit 8:6 knapp an die TGN. Vor dem abschließenden Viertel wurde der Vorsprung damit leicht auf 36:25 vergrößert.

Im letzten Viertel wurde es auf beiden Seiten wieder besser. Der Abstand blieb lange Zeit in etwa konstant. Erst in der Schlussphase kam die in diesem Spiel überragende Wanzke (20 Punkte) erneut zur Geltung und brachte Ludwigsburg nochmals auf 5 Punkte (39:44) heran. Das sollte es dann jedoch mit der Herrlichkeit der Gastgeber gewesen sein. Die Schlussminuten gehörten nur noch den Spielerinnen aus der Hölderlinstadt. Mit deutlich mehr Tempo und besseren Entscheidungen konnte wieder die Leistung der ersten Spielhälfte abgerufen werden. Bis zum Endstand von 52:39 punkteten nur noch die Oberligisten aus der Neckarstadt. Damit dürfte man bei nun 2 Siegen und 5 Niederlagen und mit dem Wissen, doch noch gewinnen zu können, erleichtert die Heimreise antreten. Schon in den nächsten beiden Wochenenden stehen weitere wichtige und richtungsweisende Spiele an. Bis zur Winterpause sollten unbedingt noch einige Punkte erspielt werden

Für TG Nürtingen gespielt haben:
Attinger, Büchele(11), Fischer, D.(17), Fischer, K-T.(12), Müllner(4), Reichmuth(6), Rehklau, Staib(2).


jöf