Damen: Relegationschance gewahrt – der Ausgang der Serie ist aber weiterhin offen

Durch einen hauchdünnen 54:53 (9:13, 27:24, 40:41) Auswärtssieg beim Landesliga Vizemeister BG Tamm/Bietigheim haben die Oberligadamen der TG Nürtingen die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Allerdings sah man dabei über weite Strecken alles andere als souverän aus.

Nervosität war Trumpf auf Seiten der Turngemeinde im Spiel beim ambitionierten Zweiten der Landesliga BG Tamm/Bietigheim. Schon vor Spielbeginn war den Nürtinger Damen die Anspannung deutlich anzumerken. Auch die Startphase trug nicht unbedingt zur Nervenberuhigung bei, als Tamm bereits im ersten Angriff den ersten erfolgreichen Dreier setzte. Zum Glück konnte die Gäste reagieren und schnell mit 2 Treffern kontern. In den drei Folgeminuten sollte sich am Spielstand erst einmal nichts verändern. Dann setzte es in den Folgeminuten des ersten Viertels abwechselnd Treffer auf beiden Seiten, sodass die Führung im Minutentakt wechselte. Zwei leichtfertige Ballverlust der TG-Damen führte nach dem ersten zehn Minuten allerdings zu einem 9:13 Rückstand.
Dies änderte sich im zweiten Viertel. Mit einem ersten kleinen Run brachte sich die Gäste wieder auf 13:13 heran. Tamm erwiderte seinerseits mit einem eigenen 5:0 Lauf zum zwischenzeitlichen 18:13. Dann waren wieder die Oberligisten an der Reihe und in ihrer besten Phase der ersten Spielhälfte brachten sie sich mit 25:20 in Führung. Hatte man nun aus Sicht der Neckarstädter gehofft, dass angesichts der ersten deutlichen Führung mehr Ruhe ins Spiel kommen würde, dürfte man sich bis zum Seitenwechsel eines Besseren belehren lassen. Leichtfertig vergebenen Bälle sowie einige Schwächen in Rebound-Situationen ließen die Gastgeber zum Seitenwechsel wieder auf 24:27 verkürzen.

Der Start ins zweite Viertel ging auf Seiten der Gäste komplett daneben. Die Hausherrinnen hatten aus den gezeigten Unsicherheiten des Kontrahenten offensichtlich Mut geschöpft, an diesem Tag das Parkett als Gewinner verlassen zu können. Durch einem 7:0 „Run“ setzten sie sich schnell wieder mit 31:27 in Front und brachten damit ihren Gegner unter Zugzwang. „Unsere Moral ist grundsätzlich intakt, aber mit der kämpferischen Einstellung konnte man absolut nicht zufrieden sein“, so der Trainer Jörg Fischer zum Spiel. Immer in engen Situationen hatten seine Spielerinnen bisher eine passende Antwort parat. So auch auf diesen Rückstand. Fünf Zeigerumdrehungen nach dem Rückstand drehten sie das Spiel erneut (38:32) zur höchsten Führung des Spiels. Dafür hielt man in Phasen, in denen es in der Offensive nicht lief, zu wenig dagegen.

So eben in den Schlussminuten des dritten Viertels. Tamm kämpfte um jeden Ball und stellte in der Verteidigung immer mal wieder auf eine Pressverteidigung. Ihr Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Zu wenig Bewegung im Nürtinger Spiel bedeuteten einige durch Tamm erzwungene Ballverluste. Vor dem abschließenden Viertel war das Spiel dadurch erneut gedreht. Nun lagen die Landesligistinnen wieder in Führung, wenngleich nur knapp mit 41:40 Punkten.
Die Spannung in diesem Spiel war nun spürbar. Dies war auf beiden Seiten mehr als deutlich zu sehen, und beiden Mannschaften gelangen erst einmal keine Feldkörbe mehr. Nun überschlugen sich auf Nürtinger Seite die schlechten Ereignisse. Erst bekam die so wichtige Aufbauspielerin Nora Müllern in der 33. Spielminute ihr fünftes Foul zugesprochen und anschließend der Trainer gleich noch ein technisches Foul hinterher. Dies brachte Tamm dreimal an die Line und wieder mit 43:42 in Führung.

Fortan ging plötzlich ein Ruck durch die Nürtinger Mannschaft. Zur Freude des mitgereisten Nürtinger Anhangs war es die eigene Mannschaft, welche den Schlussspurt eröffneten. Endlich schienen sie die eigenen Nerven und die Partie besser in den Griff zu bekommen. Die BG hatte speziell in diesem Abschnitt große Mühe einfache Punkte zu erzielen. Fischer und Co. setzten nun hinten wie vorne auf die deutlich größere Erfahrung. Eigentlich sah eine Minute vor Spielende bei einer 53:47 Führung alles danach aus, als solle man vielleicht doch mit einen kleinen Vorsprung ins Rückspiel gehen können. Die Hausherrinnen hatten an diesem Tag jedoch etwas dagegen. Durch einen etwas glücklichen „Brett-Dreier“ mit der Schlusssirene, brachten sich die kampfstarken Landesligistinnen wieder auf 54:53 heran. Unter dem Strich bleibt damit ein hauchdünner 54:53 Auswärtssieg Nürtingens. Damit ist im Rückspiel am kommenden Sonntag in der Nürtinger Hölderlinsporthalle natürlich weiterhin alles offen. „In dieser Serie ist noch gar nichts entschieden. Tamm hat mit viel Herz gespielt und wird uns auch im Rückspiel bis zum Ende fordern.“ warnt der Trainer nach dem Spiel. Spielbeginn ist um 16:30 Uhr.


Für TG Nürtingen gespielt haben:
Attinger(7), Diez(9), Fischer, D.(7), Fischer, K-T.(10), Mauthe, Müllner(8), Reichmuth(11), Staib(2), Salkowski.

jöf

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Unser Mädchen-Turnier geht in die nächste Runde. Auch in 2017 möchten wir Euch die Möglichkeit bieten, mit Euren Teams in der Off-Season Spielpraxis zu sammeln.

Die Wichtigen Infos:

Wo:
Sporthalle Hölderlin-Gymnasium
Am Lerchenberg 75, 72622 Nürtingen

Wer:
Für die Altersklassen U12w, U14w & U16w

Teilnahmegebühr:
30 EUR pro Mannschaft. 
Überweisung bitte auf folgendes Konto:
    Basketball TG Nürtingen
    IBAN: DE33 6129 0120 0507 8040 31
    (Volksbank Kirchheim-Nürtingen)

Anmeldeschluss:
11. Juni 2017 
Spielpläne erhaltet Ihr ca. 1 Woche davor


Anmelden könnt Ihr Euch bei:

Heiner Müllerschön 
info@basketball-nuertingen.de 
0179/2243436


Herren1: Den Klassenerhalt fest im Blick

Mit 59:57 (25:26) gewinnen die Nürtinger Basketballer ihr letztes Saisonspiel gegen die BG Remseck. In einer bis zum Schluss spannenden Partie fiel die Entscheidung zugunsten der TG erst in den letzten Sekunden.

Die Vorzeichen vor der Begegnung gegen Remseck waren klar: Verlieren die Nürtinger die Begegnung gegen den Tabellenvorletzten, ist man sicher abgestiegen. Bei einem Sieg hatte die TG Rang 10 sicher - bei gleichzeitiger Niederlage von Vaihingen-Sachsenheim gegen Heilbronn könnte man sogar noch auf Tabellenplatz 9 klettern.

Der Mannschaft um Spielertrainer Weingarten war aber auch bewusst: Ein Selbstläufer wird das nicht. Bereits das Hinspiel in eigener Halle gewannen die Nürtinger nur denkbar knapp nach Verlängerung. Und auch im Rückspiel sollten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen. Doch der Reihe nach:

Die Begegnung begann zunächst mit leichten Vorteilen zugunsten der TG. Wieder einmal waren es die Nürtinger Centerspieler, die unter dem Korb ihre Größenvorteile ausnutzen konnten und so für eine schnelle Führung sorgten (8:1, 5.Min). Die Hausherren fingen sich jedoch schnell. Bis zum Ende des ersten Viertels war man wieder dran (15:9, 10.Min).
Das zweite Viertel begann zunächst mit einem Offensivspektakel der Remsecker. Dem 12:2 Lauf innerhalb der ersten 5 Minuten hatten die Nürtinger nichts entgegen zu setzen, und so sah sich die TG an diesem Tag erstmals im Rückstand (20:17). Die Partie blieb im Anschluss jedoch ausgeglichen - bis zum Seitenwechsel konnte sich keine der Mannschaften absetzen (25:26,20.Min).

Nach der Pause das gleiche Bild: Die TG begann zunächst stark, durch einige Schnellangriffe setzte man sich auf 35:30 ab (24.Min). Doch wieder konterten die Hausherren, diesmal mit einem eigenen 7:0 Lauf. Es wollte einfach keiner Mannschaft gelingen, sich in diesem Spiel entscheidend abzusetzen. Und so kam es dann zum Herzschlagfinale in den letzten Sekunden. Beim Spielstand von 57:57 und noch knapp 40 zu spielenden Sekunden befand sich die TG in Ballbesitz. Trotz des großes Drucks behielten die Nürtinger Spieler die Nerven. Ruhig spielte man die Uhr runter, und fand mit Center Ratzkowski am Ende den richtigen Mann. Sein Korbleger bedeutete die 59:57 Führung. Noch war die Partie allerdings nicht vorbei. Der letzte Angriff  - noch 20 Sekunden waren auf der Uhr - hatten die Hausherren. Diese setzten alles auf eine Karte, doch der Dreipunktewurf des starken Tabler verfehlte sein Ziel. Und der Rest war Freude pur auf  Seiten der Nürtinger.

Der Jubel wurde nochmals größer, als klar wurde, dass Vaihingen-Sachsenheim gegen Heilbronn verloren hatte, und die TG  sogar noch auf den neunten Tabellenplatz kletterte. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, auch nächstes Jahr in der Landesliga zu spielen, massiv an. Doch ein Restrisiko bleibt: In den Regional- und Oberligen werden in den kommenden Wochen ebenso Relegationsspiele stattfinden. Und auch wenn es kurios erscheint: Je nach Ausgang dieser Begegnungen ist für die Nürtinger als “Viertletzter” sogar der direkte Abstieg möglich. Wahrscheinlicher ist jedoch eine eigene Relegation gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga, oder sogar der direkte Klassenerhalt bei entsprechendem Ausgang.

Wie so oft heißt es daher nun für die TG: Abwarten und Tee trinken - und für den eventuellen Fall einer Relegation fit bleiben!

Für die TG spielten:
Buka 1, Heinigen, Hilburger, Kostidis 4, Müllerschön, Panos, Ratzkowski 6, Schweinfort 20, Theilmann 2, Tussetschläger 9, Unterseher 11, Weingarten 3