Auswärts weiter sieglos

Auch im dritten Anlauf hat es auswärts nicht gereicht für die Oberliga Damen der TG Nürtingen. Bei der 61:57 (14:11, 33:26, 46:42) Niederlage in der Fremde musste man allerdings auch beim derzeitigen Tabellenführer SG Weinstadt antreten.

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison stand dem Nürtinger Trainer der komplette Kader zur Verfügung. Trotzdem sah man sich gegen den Tabellenführer SG Weinstadt in der Außenseiterrolle. Die beiden Vergleiche in der Vorsaison konnten die SG jeweils für sich entscheiden. Dennoch ging man optimistisch in diese Partie, zumal die gastgebenden Weinstädterinnen verletzungsbedingt auf einige Spielerinnen verzichten mussten. Zudem zeigten die Korbjägerinnen vom Neckar in den letzten Spielen in eine ansteigende Form.

Doch schon in den ersten Minuten des Spiels zeichnete sich ab, dass man hier auf die bisher stärkste Mannschaft der laufenden Spielzeit treffen sollte. Vielleicht sogar die stärkste Mannschaft der diesjährigen Oberliga. Mit dem schnellen Umschaltspiel des Gastgebers hatten man große Mühe und wurde ein ums andere Mal überlaufen. Daraus resultierten einige einfache Gegenkörbe. Offensiv hingegen fand man schnell ins Spiel und stellte im Gegensatz dazu Weinstadt mit guten Kombinationen ebenfalls vor Probleme. Nach dem ersten Viertel führte die SG dennoch mit 14:11 Punkten.

Auch im zweiten Viertel zeigten beide Mannschaften eine gute Leistung. Die TG-Akteurinnen ließen den Ball weiter gut laufen und erspielte sich immer wieder freie Würfe, welche in dieser Phase hochprozentig verwandelt werden konnte. Das mussten sie auch, denn gegen Weinstadt konnte man nur selten einen Offensivrebound gewinnen. Somit hielt man Anschluss ohne selbst in Führung gehen zu können. Kurz vor Ende der ersten Spielhälfte drehte die SG dann richtig auf und erspielte sich mit einige schnelle Punkten einen 9 Punkte Vorsprung. Die letzten Punkte des zweiten Viertels erzielte die wieder erstarkte Daniela Fischer zum Halbzeitstandrückstand von 33:26 Punkten.

Stark präsentierten sich die Spielerinnen aus der Hölderlinstadt im dritten Viertel. Die ersten Zähler gehörten zwar dem Tabellenführer, dann übernahmen die Neckarstädter kurzzeitig die Spielkontrolle. Mit einer offensiven Verteidigung konnte man in dieser Phase die Gastgeberinnen vor einige Probleme stellen. Dies mündete in eine 39:38 Zwischenführung. Doch im direkten Anschluss verletzte sich Sarah Wanzke schwer und konnte nicht mehr mitwirken. Vom Wanzke‘s Aus zeigten sich Büchele und Co. zunächst schockiert und verloren in der Offensive etwas den Faden. Vor dem abschließende Viertel musste man damit einem erneuten Rückstand (46:42) hinnehmen.

Doch geschlagen geben wollte man sich nicht. Die Moral in den letzten Spielen war intakt. Der Wille in diesem Spiel den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison einzufahren ungebrochen.
In den Anfangsminuten zeigten die Tabellenführerinnen allerdings, warum sie derzeit ungeschlagen durch die Liga spazieren. Individuell gut besetzt hatten sie in den „Eins gegen Eins“ Duellen grundsätzlich die Nase vorn. Immer wieder zogen sie nun erfolgreich zum Korb und waren kaum zu stoppen. Gerade beim Drive zum Korb konnte auf der Gegenseite ausschließlich Luise Büchele mithalten. In dieser Phase jedoch zu wenig um einen wachsenden Rückstand zu verhindern. Doch auf die Würfe konnte man sich verlassen. Somit brachte man sich erneut auf einen Punkt heran, um eine Zeigerumdrehung später wieder mit 9 Punkten in Rückstand zu geraten. In den letzten beiden Spielminuten erhöhte man erneut den Verteidigungsdruck. Mit einem erfolgreicher Dreier sowie 4 einfache Punkten durch Ballgewinne brachte man sich 12 Sekunden vor Spielende mit dem 59:57 erneut auf Tuchfühlung heran. Trotz dieser Ausholjagd Nürtingens behielten die Tabellenführer von der Linie einen klaren Kopf. Nach einem „Stop-the-Clock“ Foul erzielten sie die letzten und entscheidenden zwei Punkte von der Linie zum Endstand von 61:57 Punkte.

„Wir haben alles gegeben und gegen eine individuell etwas besser besetzte Mannschaft verloren. Mit dieser Niederlage müssen und können wir leben, auch wenn verlieren immer weh tut“, zeigte sich ein enttäuschter Trainer dennoch zufrieden mit der gezeigten Leistung. Weinstadt hatte in den entscheidenden Phasen immer eine Antwort parat, auch wenn sich die Spielerinnen der Turngemeinde nie abschütteln ließen.

Am kommenden Wochenende treffen Nürtingens Korbjägerinnen in eigener Halle nun den VfL Waiblingen. In diesem Spiel gegen geht es dann darum, den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle nicht zu verlieren.

Für TG Nürtingen gespielt haben:
Büchele(13), Diez(2), Fischer, D.(15), Fischer, K-T., Mauthe(1), Müllerschön(6), Müllner(6), Reichmuth(5), Salkowski(2), Staib(4), Wanzke(3).

jöf