Damen: Der Favoritenrolle gerecht geworden

Veröffentlicht von Martin Unterseher am

Am vergangenen Sonntag festigten Nürtingens Oberligadamen durch einen deutlichen 68:42 (32:28) Erfolg in der heimischen Hölderlinsporthalle gegen den Tabellenachten KSG Gerlingen den dritten Tabellenplatz. Die Gäste konnten lediglich im ersten Viertel mithalten und zollten mit zunehmender Spielzeit dem intensivem Nürtinger Spiel und den besseren Wechselmöglichkeiten des Kontrahenten Tribut. 

Endlich konnte der TG Trainer wieder aus dem vollen schöpfen und hatte mit Ausnahme von Sina Staib alle Spielerinnen des aktuellen Kaders an Bord. Somit war die Zuversicht im Nürtinger Lager nicht nur zu Spielbeginn groß, der Favoritenrolle gerecht zu werden, zumal die Korbjägerinnen aus der Hölderinstadt in den letzten beiden Auswärtsspielen mit guten Leistungen aufwarteten und jeweils siegreich blieben. 

Allerdings machten auch die Gäste aus Gerlingen in ihren letzten Begegnungen mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam. Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer SG Weinstadt unterlagen sie nur denkbar knapp und in Derendingen sogar erst nach Verlängerung. Gegen eben diese beiden Mannschaften musste die Turngemeinde im Übrigen die beiden einzigen Niederlagen der Rückrunde hinnehmen. Siegreich bleiben sie hingegen gegen Ulm und in Malmsheim.

Im ersten Viertel bot die nicht in Bestbesetzung angetretene Mannschaft um Gästetrainers Rudi Kremring dem Favoriten auch ernsthaft Paroli. Zwar starteten die Tabellendritten, entgegen der Gewohnheiten der Rückrunde, gut in die Partie und lagen schnell mit 6:2 in Front, doch anschließend übernahmen erst einmal Kemring und Co. die Spielkontrollen. Vor allem unter den Brettern hatten sie in diesem Abschnitt deutliche Vorteile und sicherten sich nach Fehlwürfen Rebound um Rebound. „Wir waren in den ersten 10 Spielminuten speziell in der Zone einfach noch zu lasch. Phasenweise dürften die Gäste so lange auf den Korb werfen, bis der Ball dann irgendwann drin war. Keine Spielerin war bereit, nach Fehlwürfen ernsthaft um den Ball zu kämpfen“, so die Analyse von Fischer zum ersten Viertel. Folgerichtig führten die KSGlerinnen mit 17:14 Punkten.

Dies änderte sich ab dem zweiten Viertel. Jetzt wurde auf Seiten der Hausherrinnen deutlich intensiver verteidigt. Selbst in der Zone nahm man nun den Kampf an und raubte so Gerlingens Stärke unter den Brettern. Die Tabellenachten bekamen dadurch in der Offensive mit zunehmender Spielzeit immer mehr Probleme gute Abschlüsse zu kreieren. In dieser Phase machten sich aber auch die besseren Wechselmöglichkeiten auf Seiten der Turngemeinde bemerkbar. „Wir konnten nach belieben durchwechseln und damit das Tempo jederzeit hochhalten. Gerlingen hingegen baute mit zunehmender Spielzeit immer weiter ab“, so ein weiterer Kommentar des Trainers. Der knappe Rückstand wurde im zweiten Viertel schon nach wenigen Minuten wieder in eine 26:21 Führung verwandelt. Kurz vor dem Seitenwechsel konnte Kremring und Co. zwar noch einmal den Ausgleich herstellten, aber schon zum Seitenwechsel standen die Zeichen bei einer knappen 32:28 TG-Führung auf Sieg. Beim Seitenwechsel machten die Neckarstädterinnen den deutlich frischeren und selbstsicheren Eindruck.

In Viertel Nummer drei bleib Nürtingen weiter am Drücker. Die Gäste versuchten kämpferisch nach dem Seitenwechsel noch einmal alles. Kampflos sollten die Punkte nicht abgegeben werden. Doch nun fehlte neben dem Tempo auch die spielerischen Mittel. Zu allem Übel verletzte sich just nach dem Wiederbeginn eine wichtige Spielerin und konnte nicht mehr mitwirken. 

Auf der Gegenseite zeigten die Tabellendritten wie man es besser macht. Wie schon in den letzten Spielen lief der Ball wieder gut durch die eigenen Reihen. Häufig brachte man dadurch Spielerinnen in gute Abschlusssituationen. Die Trefferquote stieg minütlich und kurz vor Viertelende führte man erstmals zweistellig (49:36). 

Im Schlussabschnitt machte sich bei den KSGlerinnen der Kräfteverschleiß noch deutlicher bemerkbar. Ihr Pulver schien nun komplett verschossen zu sein. Im Zeichen der Müdigkeit häuften sich im Spielaufbau die Fehler. Die TGNlerinnen erkämpften sich dadurch viele Bälle. Also Folge wuchs der Vorsprung weiter kontinuierlich an. In der Einzelabrechnung gewannen die Neckarstädterinnen diesen Abschnitt mit 19:3 Punkten und letztendlich das Spiel deutlich mit 68:42 Punkten. Dadurch feiert man den dritten Sieg in Folge.

Für TG Nürtingen gespielt haben:

Büchele(2), Fischer, D.(8), Fischer, K-T.(7), Kaufmann(2), Müllerschön(15), Müllner(8), Pietzsch(6), Reichmuth(6), Salkowski, Stader(2),  Wanzke(11).

jöf

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