Damen1: Erleichterung nach dem ersten Sieg

Am vergangenen Samstag erkämpften sich die Oberligadamen der TG Nürtingen gegen die TSV Malmsheim in eigener Halle den ersten Sieg. In einer bis in die Schlusssekunden jederzeit offenen, intensiven und spannenden Partie zeigte man sich am Ende sehr nervenstark von der Line und erzielte dort die entscheidenden Punkte. Mit dem 67:62 (16:16, 25:29, 40:41) Erfolg gibt man damit die rote Laterne damit erst einmal an Malmsheim weiter.

Wie wichtig dieses Spiel war zeigt der Blick auf die Tabelle. Vor diesem Spieltag leuchtete bei den gastgebenden Nürtingerinnen die rote Laterne. Die Gäste aus Malmsheim reisten immerhin mit einer Empfehlung von einem Saisonsieg und zwei sehr knappen Niederlagen an den Neckar.
Nicht zuletzt deshalb gingen die Damen von Trainer Jörg Fischer hoch motiviert in dieses Spiel. Zudem gab es ja nach der empfindlichen Niederlage in Heidenheim vor Wochenfrist auch wieder einiges gut zu machen.

Die Anfangsminuten gehörte zunächst den Gastgebern. Mit schnellen, einfachen Abschlüssen war man einige Male erfolgreich und sicherte sich zunächst eine 6:2 Führung. Die Spielerinnen des TSV zeigten sich in der Startphase nervös und vielleicht etwas überrascht vom forschen Auftritt ihres Kontrahenten. Eine deutlichere Führung Nürtingens wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, doch viele freie Würfe verfehlten das Ziel. Somit kamen die unter den Brettern deutlich überlegenen Malmsheimerinnen besser ins Spiel. Die Turngemeinde hatte sich zwar gut vorbereitet auf das „zonenlastige“ Offensivspiel des TSV, trotzdem war man gegen die beiden Malmsheimer Routiniers Christina Holler und Sharon Anderson häufig nur zweiter Sieger. Phasenweise machte man es dem Gast aber auch zu einfach, eben diese beiden Spielerinnen gut und erfolgreich in Szene zu setzen. Nach dem ersten Viertel war das Spiel bei einem 16:16 Zwischenstand absolut ausgeglichen.

Ähnlich war der Spielverlauf im zweiten Viertel. Während die Gäste in einer Zonenverteidigung sich überwiegend darauf beschränkten Büchele und Co. vom Korb fernzuhalten, machten die Gastgeberinnen frühzeitig Druck auf den Aufbau und die Außenspielerinnen. Mit dieser Maßnahme erkämpfte man sich auch einige Bälle. Doch wie schon zum Saisonauftakt in Gerlingen resultierte aus diesen Ballgewinnen kaum Punkte. „Eigentlich ungewöhnlich für unsere Mannschaft, dass unsere Trefferquote wieder einmal sehr überschaubar war. Wir haben viele gute Schützen in den Reihen. Es scheint aber so, also müssen wir uns an unser deutlich intensiveres Spiel im Vergleich zur Vorsaison noch gewöhnen“, so der Trainer Jörg Fischer zum Angriffsverhalten seiner Mannschaft. Die Höhepunkte in negativer Hinsicht in der ersten Hälfte waren sicherlich einige leicht vergebenen „1 gegen 0“ Korbleger. Das führte beim Seitenwechsel zu einem 25:29 Rückstand. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass es am Ende zu einem Herzschlagfinale kommen könnte.
Den besseren Start ins dritte Viertel erwischten wieder die Neckarstädterinnen. Schnell wurde der Anschluss hergestellt. Doch ging man auch im dritten Abschnitt zu leichtfertig mit den eigenen Chancen um. Somit vermochte man es zunächst nicht, diesem Spiel eine erneute Wende zu geben, wenn gleich man immer auf Tuchfühlung blieb. Dazu gesellten sich im dritten Viertel einige Unkonzentriertheiten, welche zu Ballverlusten führten. Diese Schwächephase nutzten die Gäste kompromisslos aus, um sich wieder etwas deutlicher abzusetzen.

Die TG antwortete und erhöhte den Druck in der Verteidigung. Der gegnerische Aufbau wurde nun wieder in der gegnerischen Hälfte unter Druck gesetzt. Ein ums andere Mal konnte man dadurch entweder einen Pass abfangen oder eben einen Fehlpass erzwingen. Vor dem abschließenden Viertel war bei einem hauchdünnen 40:41 Rückstand damit wieder alles offen. Doch die Partie hatte beiden Mannschaften bisher einiges abverlangt und im letzten Viertel machten sich erste Abnutzungserscheinungen auf beiden Seiten bemerkbar. Auch im Hinblick auf die Foulbelastung. Sowohl Sophie Holler als auch Nora Müllner mussten früh im letzten Viertel mit 5 Fouls auf die Bank. Speziell der Spielausschluss von Holler sollte doch die Weichen auf den ersten Sieg gestellt haben. Nun drehte Sarah Wanzke mächtig auf und übernahm Verantwortung. Immer wieder konnte sie nur durch ein Foul gestoppt werden und zeigte sich von der Line sehr nervenstark. Trotz allem blieb Malmsheim bis in die Schlusssekunden im Spiel. Erst die beiden verwandelten Freiwürfe von Luise Büchele 5 Sekunden vor Spielende zum 66:62 brachten die Vorentscheidung. Nach der Schlusssirene bejubelten die Nürtingerinnen mit dem 67:62 den ersten schwer erkämpften Saisonerfolg.


Für TG Nürtingen gespielt haben:
Büchele(10), Diez(4), Fischer, D.(11), Fischer, K-T.(8), Mauthe, Müllerschön(4), Müllner(6), Richmuth(2), Salkowski, Staib(6), Wanzke(16).

jöf