Für die aktiven Mannschaften der Basketballabteilung hätte die Saison 2018 / 2019 kaum besser laufen können. Alle Seniorenmannschaften erreichten die hochgesteckten Ziele.

Einige Erfolge gab es auch im Jugendbereich zu vermelden. So sicherten sich die männliche U18 die Bezirksmeisterschaft. Aber nicht in allen Altersgruppen verlief die Saison nach Wunsch. 

Sorgen bereitet den Abteilungsverantwortlichen momentan die Entwicklung im Trainerressort. Nach zahlreichen Rücktritten von Trainern zum Ende der letzten Saison hat sich in diesem Bereich leider eine große Lücke aufgetan.

Zwei Meisterschaften bei den Herren – Damen erneut auf dem dritten Platz

Aus sportlicher Sicht gibt es viel Positives zu berichten. Die Herren der ersten Mannschaft konnten unter der Leitung von Daniel Weingarten das hochgesteckte Ziel erreichen und feierten überlegen die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga. Das Auftaktspiel wurde zwar verloren, doch man behielt die Ruhe. Es sollte letztendlich die einzige Niederlage während der gesamten Saison bleiben. Zudem holte die Weingartentruppe erstmals in der Vereinsgeschichte den Bezirkspokal in die Hölderlinstadt und darf sich nun Double-Sieger nennen.

Auch die von Willi Schweinfort betreuten Herren der zweiten Mannschaft dürften in der Kreisliga B die Meisterschaft bejubeln. Damit ist auch diese Mannschaft aufgestiegen und spielt in der laufenden Saison in der Kreisliga A.

Erfolgreich auch die Saison für die Oberligadamen. Die Schützlinge von Trainer Jörg Fischer belegten zum Saisonende wie bereits in der Vorsaison einen guten dritten Tabellenplatz. Damit erreichten sie das maximal ausgegebene Ziel. Auf einen Aufstieg im Falle einer noch besseren Platzierung hätte man aus unterschiedlichen Gründen sowieso verzichtet. 

Auch im Jugendbereich gibt es einige Erfolge zu vermelden. Dabei überragte das Abschneiden der von Jörg Fischer betreuten U18 männlich in der Landesliga. Zwar ging das Auftaktspiel verloren. Am Ende der regulären Runde qualifizierte man sich aber souverän für das Final 4 und sicherte sich dort durch einen Finalsieg gegen die U18 des MTV Stuttgarts die Bezirksmeisterschaft. 

Ebenso im Finale, allerdings eine Klasse tiefer in der Bezirksliga, standen die von Kim-Tara Fischer und Emmi Müllerschön betreuten U12 weiblich und sicherte sich dort den Titel. 

Als Erfolg darf auch durchaus das Abschneiden der neu formierten U16 männlich bewertet werden. Die von Gent Hyseni betreute Mannschaften belegte in der U16 Landesliga in der Endabrechnung einen beachtlichen fünften Platz.

Nicht ganz so erfolgreich hingegen waren die Mannschaften der anderen Altersgruppen. Zufrieden war man insgesamt noch mit dem Abschneiden der gemischten U10 unter der Leitung von Daniela Fischer. In der Bezirksliga belegte die jüngste Mannschaft der Basketballabteilung den dritten Platz und verpasste dadurch ganz knapp das Final 4. 

Nachdem die von Eren Sengül trainierte männliche U12 in der Vorrunde kein Spiel gewinnen konnte, musste die Mannschaft in der Kreisliga ran. Dort konnten dann einige Siege verbucht werden und man schaffte immerhin den Einzug ins Final 4.

Gleiches gelang der von Nora Müllner betreuten weiblichen U14. Leider wurde der Sprung in die anvisierte Landesliga knapp verpasst. Immerhin erreichte man in der Bezirksliga das Final 4 und wurde dort zweiter. 

Nicht ganz so gut verlief die Saison der männlichen U14. Zwar schaffte die von Jannik Sigel betreute Mannschaft die Qualifikation zur Bezirksliga, musste dort aber viel Lehrgeld bezahlt und landete am Ende in der Bezirksliga leider nur auf dem letzten Platz. 

Kaum besser lief es bei der weiblichen U16. Erschwert wurde die Saison der von Hugor Buka trainierten Mannschaft allerdings dadurch, als man selten in Bestbesetzung auflaufen konnte. Am Ende reichte es in der Landesliga nur zu einem siebten Platz.

Ähnlich auch der Verlauf der Saison bei der weiblichen U18. Der Trainer Akant Sengül musste hier ebenfalls häufig improvisieren. Am Ende belegten seine Schützlinge in der Landesliga einen enttäuschenden vierten Rang

Insgesamt dürfte man als Erfolg vermelden, dass man in der abgelaufenen Saison wieder in allen Altersgruppen am Start war – sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich. 

Zudem feierte man in der abgelaufenen Saison gleich vier Meistertitel, was es so bisher ebenfalls noch nie gegeben hat.

So läuft die neue Saison 2019 / 2020

In der laufenden Saison ist die TG Nürtingen im Jugendbereich erneut in allen Altersklassen vertreten und gehört mit 9 aktiven Jugendmannschaften und 4 aktiven Seniorenmannschaften weiterhin zu den größeren Vereinen des Bezirks.

Im Seniorenbereich tritt man in dieser Saison erstmals seit langer Zeit wieder mit drei Herrenmannschaft an. Im weiblichen Bereich hat man allerdings auf die Meldung einer zweiten Damenmannschaft verzichtet.

Nach der mittlerweile beendeten Hinrunde befindet sich die Herren 1 voll im Soll. Als Oberliganeuling hat sich die Weingartentruppe schnell in der Liga etabliert und befindet sich aktuell mit 5 Siegen und 6 Niederlagen aussichtsreich im Mittelfeld. Damit hat man sich im Kampf, die Klasse zu erhalten, eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Erfreulich auch die Entwicklung der Kaderzusammensetzung und der Altersstruktur. Mittlerweile befinden sich 6 Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich im Kader und das Durchschnittsalter konnte nach den Rücktritten von einige älteren Spielern deutlich verringert.

Voll auf Kurs befinden sich auch die zweite Herrenmannschaft von Trainer Willi Schweinfort. Das runderneuerte Team konnte sich ebenfalls in der Kreisliga A etablieren und liegt derzeit auf Tabellenplatz 3.

Die beste Vorrunde in der Nürtinger Vereinsgeschichte absolvierten zudem Nürtingens Oberligadamen. Mit 10 Siegen und 2 Niederlagen hat die Mannschaft unter der Leitung von Jörg Fischer die beste Zwischenbilanz aller Zeiten und befindet sich damit wieder auf dem dritten Tabellenrang. Des Weiteren erzielte man in der Vorrunde im Schnitt über 67 Punkte, was ebenfalls Rekord bedeutet.

Im Jugendbereich läuft es derzeit dafür nicht wie gewünscht. Die männliche U12 und männliche U14m kassierenaktuell Niederlage um Niederlage. Die U16 männlich befindet sich komplett im Neuaufbau, konnte aber in der Kreisliga wenigstens einige Siege verbuchen. Auch bei der erfolgsverwöhnten U18 männlich geriet der Motor zuletzt ins Stocken. Nach anfänglicher Tabellenführung ist man derzeit durch 3 Niederlagen in Folge ins Tabellenmittelfeld abgestürzt.

Besser läuft es im weiblichen Bereich. Allen voran bei der von Sarah Wanzke betreuten weiblichen U16. Zuletzt gewannen die Mädchen 2 Spiele in Folge und haben dadurch in der Landesliga wieder den Anschluss an die obere Tabellenhälfte hergestellt. Auch die von Kim-Tara und Emmi Müllerschön betreute U14 weiblich sowie die von Daniela Fischer trainierte U12 weiblich konnten zuletzt einige Spiele gewinnen und befinden sich im Soll.

Bei der gemischten U10 verzichtet man hingegen seit dieser Saison auf das Führen einer Tabelle. Hier steht einzig der Wettkampf im Vordergrund – und die Ergebnisse im Hintergrund.

Es herrscht Trainermangel – dafür viele neue Schiedsrichter

Im letzten Jahr noch konnte man sich vor lauter Traineranfragen kaum retten. Dies hat sich zu Saisonbeginn leider wieder schlagartig geändert. Vielen Trainerneulinge hatten den Aufwand und die Komplexität des Trainerdaseins offensichtlich unterschätzt und sich dadurch zum Saisonende wieder aus dem Trainergeschäft zurückgezogen. Immerhin konnte mit Sarah Wanzke eine neue Trainerin mit Trainererfahrung für die U16 weiblich gefunden werden. Aber aktuell herrscht in der Abteilung akuter Trainermangel und die Verantwortlichen sind händeringend auf der Suche nach Trainernachwuchs.

Im Gegensatz zum Trainerbereich kann man im Schiedsrichterwesen in der laufenden Saison aus dem Vollen schöpfen. Zu Beginn der Saison besuchten viele Spieler einen Schiedsrichterlehrgang und dürfen nun offiziell Spiele pfeifen. Dadurch entspannt sich in der laufenden Saison vor allem die Organisation der Heimspiele der Jugendmannschaften. Denn dort muss der jeweils ausrichtende Verein die Schiedsrichter stellen. 

Ausblick auf das kommende Jahr 2020:

Eines ist sicher – die Führung einer Abteilung bringt immer viele Aufgaben und eine Menge Arbeit mit sich. Erfolge kommen nicht von selbst, sondern ist die Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer. Noch zum Ende der Saison 2010 / 2011 wusste die Abteilungsverantwortlichen nicht wie es weitergehen sollte. Damals hatte man die Abgänge von beiden Herrenmannschaften (inklusive Trainer und Schiedsrichtern) zu beklagen und stand kurz vor dem Aus.

Acht Jahre später eilen die Seniorenmannschaften von Erfolg zu Erfolg. Die Stimmung und die Atmosphäre in der heimischen Hölderlinsporthalle bei den Heimspielen ist gigantisch. Auch die Leistungen der Mannschaften machen Freude. Momentan reitet man im Seniorenbereich auf einer großen Erfolgswelle.

Wären da nicht die Probleme im Trainer und im Nachwuchsbereich. Den Abteilungsverantwortlichen ist bewusst, dass man hier wieder einiges tun muss. „Wir müssen dringend neue Trainer finden und ausbilden. Vor allem für unsere jüngsten Mannschaften. Sonst kann es mit dem Erfolg auch schnell wieder zu Ende sein“ ist sich der Jugendleiter Jörg Fischer bewusst. 

Somit steht im Jahr 2020 die Trainerausbildung ganz oben auf der Agenda.

Jörg Fischer