Damen1: Heimniederlage mit B-Team

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Nun hat es die Oberligadamen der Turngemeinde erstmals seit langer Zeit auch wieder zu Hause erwischt. Am vergangenen Samstag unterlagen die allerdings auch stark ersatzgeschwächten Schützlinge von Trainer Hilburger gegen den TV Derendingen knapp mit 51:57 (13:12, 20:25, 36:37) Punkten.

Vor der Partie war es bereits als Erfolg zu vermelden, dass die Turngemeinde immerhin mit 9 Spielerinnen antreten konnte. Denn auf nicht weniger als 6 Stammkräfte musste der Trainer in diesem Heimspiel verzichten. So trat man quasi mit einer B-Mannschaft an. Mit Enikö Pietzsch, Lena Hausmann und Ramona Wosnitza gaben dabei gleich drei Spielerinnen ihr Debüt im Oberligakader. Die Startformation stellte sich folglich fast von allein auf.

Etwas überraschend aus Nürtinger Sicht der Verlauf des ersten Viertels. Mit der entsprechenden Formation als klarer Außenseiter in Partie gestartet, sah man zunächst ein offenes Spiel mit Körben abwechseln auf beiden Seiten und mit einer komplett unterschiedlichen taktischen Ausrichtung beider Mannschaften.

Die groß gewachsenen Gäste aus Derendingen versuchten den Ball immer wieder ans Brett zu befördern, um dort die Größenvorteile auszuspielen. Häufig mit Erfolg. Die TG-Spielerinnen hingegen waren bemüht durch ein schnelles Umschaltspiel einfache Punkten zu erzielen. War der Gegner dann rechtzeitig in der Verteidigung formiert, so war es fast unmöglich in der Zone etwas zu reißen. Folgerichtig konzentrierte man sich dann überwiegend auf Würfe aus der Distanz. Nach dem ersten Viertel reichte dies zu einer knappen 13:12 Zwischenführung.

Zu Beginn des zweiten Viertels schienen die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, als sie sich auf 19:13 absetzen konnten. Vor allem die beiden Routiniers in Reihen der Nürtinger Alexandra Kaufmann und Daniela Fischer stemmten sich nun mit aller Macht gegen einen wachsenden Rückstand. Dies mit Erfolg, denn der Abstand vergrößerte sich nicht mehr weiter. Doch den 20:25 Pausenrückstand konnte auch sie nicht verhindert. Zu groß wer die Überlegenheit Derendingens in dieser Phase unter den Körben. „Mit den 25 Punkten Derendingens‘ konnten wir gut leben, aber 20 erzielte Punkte sind eben sehr dürftig“, haderte Hilburger mit der insgesamt verbesserungswürdigen Trefferquote seiner Spielerinnen. „Es wirft sich aber auch schwerer, wenn man ziemlich sicher keine zweite Wurfchance bekommt.“

In der Kabine beschwor man sich neu, um in diesem Spiel vielleicht das Unmögliche doch möglich zu machen. Immerhin hatte man in der ersten Halbzeit phasenweise auf Augenhöhe gespielt. Speziell im dritten Viertel setzen Hilburger und Co. die Vorgaben des Trainers dann auch bestens um.  Mit einer aggressiven Verteidigung stellte man den Gegner in diesem Viertel vor einige Probleme und endlich traf man auch hochprozentiger von den Außenpositionen. Eine Minute vor Viertelende erkämpfte man sich somit eine 34:31 Führung zurück. Die Gäste wirkten angeschlagen und ließen nun auch ihrerseits etliche Möglichkeiten unter dem Nürtinger Korb liegen. Leider verpassten es die Gastgeberinnen in dieser Phase diese Schwächeperiode Derendingens weiter auszunutzen. Ganz im Gegenteil, denn plötzlich stagnierte das Nürtinger Offensivspiel. Zudem brachte man den TV durch einige individuelle Fehler im Umschaltverhalten wieder zurück ins Spiel. Vor dem abschließenden Viertel lag man dadurch erneut mit 36:37 Punkten knapp im Hintertreffen.

Zu Beginn des letzten Viertels machten die Universitätsstädter dann ernst. Mit dem zwischenzeitlichen Rückstand im Hinterkopf konzentrierten sie sich wieder auf die eigenen Stärken und gingen mit 45:40 Punkten in Führung. Nur noch einmal keimte im Nürtinger Lage Hoffnung auf, also die starke Daniela Fischer ihre Farben fünf Minuten vor Spielende auf 44:45 Punkten heranführte. Dann spielten nur noch die Gäste. Wenige Zeigerumdrehungen später lag das tapfer kämpfenden Rumpfteam erstmals zweistellig zurück (57:46). Die letzten Punkte des Spiels gingen zwar noch einmal auf das Konto der Gastgeber, doch dies bedeutete lediglich noch Ergebniskorrektur. Mit der 51:57 Niederlage kann man zwar einigermaßen gut leben, doch zufrieden war man insgesamt nicht mit der gezeigten Leistung in diesem Spiel. Vor allem im Hinblick auf Spieltempo hatte man sich aus Nürtinger Sicht doch etwas mehr vorgenommen. Nun hat man eine Woche spielfrei, bevor man dann in eigener Hallen mit dem SV Böblingen den Regionalligaabsteiger und einen der Topfavoriten auf den Meistertitel empfängt. Dann hoffentlich wieder deutlich besser besetzt.

Für TG Nürtingen gespielt haben:
Fischer, D.(18), Fischer, K-T.(2), Haußmann, Kaufmann(10), Müllerschön(11, Salkowski(2), Wanzke(8), Wosnitza.

jöf

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