Herren1: TG belohnt sich für Teamleistung

TG belohnt sich für Teamleistung


Zu einem Auswärtsspiel unter erschwerten Bedingungen musste die erste Herrenmannschaft der TG Nürtingen am Samstag antreten. Beim 63:59 Erfolg in Remseck stand der Ausgang des Spiels bis zuletzt auf Messers Schneide.

„Uns war bewusst, dass uns heute ein sehr schwieriges Spiel erwarten würde” bilanzierte der TG-Coach Daniel Weingarten nach dem Spiel. „Wir konnten heute nicht in Bestbesetzung antreten und auch wenn Remseck personell im Vergleich zum Vorjahr abgebaut hat, verfügen sie immer noch über gute Spieler in ihren Reihen”.

Besonders das Fehlen von Yannick Abele und Chris Wörner, beide enorm wichtig für die Organisation des Nürtinger Offensivspiels machte sich zu Beginn bemerkbar. Remseck nutzte dies geschickt und führte nach vier gespielten Minuten direkt mit 9:3. Jetzt waren es vor allem Charalampos Kiriakidis und Kilian Fischer die ihre Farben im Spiel hielten. Beide versenkten noch im ersten Viertel jeweils zwei wichtige Würfe aus der Distanz und führten die TG so zu einer 20:14-Führung nach Ende des ersten Spielabschnitts.

Mit Beginn des zweiten Viertels begann dann, was sich durch den Rest des Spiels ziehen sollte: Remseck war kaum in der Lage, sich gegen die starke Nürtinger Verteidigung freie Würfe zu erspielen. Auf der anderen Seite wollte aber auch bei den Hölderlinstädtern nicht viel fallen. Die Hausherren hatten in dieser Phase jedoch das Glück auf ihrer Seite: Spektakuläre Würfe, teilweise aus der eigenen Hälfte, fanden kurios den Weg in den Korb und resultieren in einer 36:30-Führung der BG Remseck zur Halbzeit. „Wir hatten alle keinen sonderlich guten Tag erwischt. Umso wichtiger, dass wir als Team verteidigt und den Kampf angenommen haben. Gerade solche undankbare Spiele musst du eben gewinnen, wenn du aufsteigen willst” so der Nürtinger Kapitän Kiriakidis nach Spielende.

Was er genau damit meinte, wurde im dritten Viertel schnell deutlich. Remseck agierte gewohnt ruppig, immer am Rande der Legalität und schaffte es somit den Nürtingern sichtlich zuzusetzen. Das große Plus an diesem Samstag auf Nürtinger Seite war sicherlich die tolle Verteidigung. Diese war die Grundlage um das Spiel auszugleichen und beim Stand von 45:45 in die letzte Viertelpause zu gehen.

Im letzten Spielabschnitt sollte sich ein wahrer Krimi entwickeln. Das Spiel schwankte hin und her, keiner Mannschaft gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Auf Seite der Nürtinger zeigte man sich zusehends frustriert mit den beiden Offiziellen, die den nun mindestens grenzwertigen Einsatz der Gastgeber großzügig durchgehen ließen. Als noch knappe zwei Minuten zu spielen waren lagen die TGler mit 57:59 in Rückstand. Was nun folgte war eine Wiederholung des Spielbeginns, erneut sollten es die selben Protagonisten sein die das Geschehen prägten: Zunächst sorgte Kiriakidis mit einem Dreipunkte-Wurf eine Minute vor Schluss für die 60:59-Führung. Nachdem man es den Remseckern erneut nicht erlaubte, Punkte zu erzielen sorgte ausgerechnet Kilian Fischer für die Entscheidung. Der erst 15-Jährige ließ keinerlei Nervosität erkennen, übernahm im Angriff die Verantwortung und sorgte aus der Distanz für die Entscheidung: 63:59 für die TGN, zugleich auch das Endergebnis.

„Natürlich hatte das heute wenig mit dem Offensivbasketball zu tun, den wir eigentlich praktizieren wollen. Aber wenn die Schiedsrichter so viele klare Fouls ignorieren, kommt eben so ein punktarmes Spiel raus. Das ist dann nicht schön anzusehen, umso wichtiger für uns, dass wir auch aus solchen Spielen siegreich hervorgehen” zeigte sich der Nürtinger Trainer Weingarten nach dem Spiel zufrieden. Die Serie von aktuell drei gewonnen Spielen in Folge möchte die TG am kommenden Sonntag im heimischen Högy gegen Aufsteiger Ellwangen fortsetzen, Spielbeginn ist 18 Uhr.


Für die TG spielten: Fischer (16 Punkte), Karahan, Kiriakidis (18), Müllerschön, Schweinfort (6), A. Sengül (14), E. Sengül (2), Sigel, Tussetschläger (3), Unterseher (4), Weingarten

Damen1: Heimniederlage mit B-Team

Nun hat es die Oberligadamen der Turngemeinde erstmals seit langer Zeit auch wieder zu Hause erwischt. Am vergangenen Samstag unterlagen die allerdings auch stark ersatzgeschwächten Schützlinge von Trainer Hilburger gegen den TV Derendingen knapp mit 51:57 (13:12, 20:25, 36:37) Punkten.

Vor der Partie war es bereits als Erfolg zu vermelden, dass die Turngemeinde immerhin mit 9 Spielerinnen antreten konnte. Denn auf nicht weniger als 6 Stammkräfte musste der Trainer in diesem Heimspiel verzichten. So trat man quasi mit einer B-Mannschaft an. Mit Enikö Pietzsch, Lena Hausmann und Ramona Wosnitza gaben dabei gleich drei Spielerinnen ihr Debüt im Oberligakader. Die Startformation stellte sich folglich fast von allein auf.

Etwas überraschend aus Nürtinger Sicht der Verlauf des ersten Viertels. Mit der entsprechenden Formation als klarer Außenseiter in Partie gestartet, sah man zunächst ein offenes Spiel mit Körben abwechseln auf beiden Seiten und mit einer komplett unterschiedlichen taktischen Ausrichtung beider Mannschaften.

Die groß gewachsenen Gäste aus Derendingen versuchten den Ball immer wieder ans Brett zu befördern, um dort die Größenvorteile auszuspielen. Häufig mit Erfolg. Die TG-Spielerinnen hingegen waren bemüht durch ein schnelles Umschaltspiel einfache Punkten zu erzielen. War der Gegner dann rechtzeitig in der Verteidigung formiert, so war es fast unmöglich in der Zone etwas zu reißen. Folgerichtig konzentrierte man sich dann überwiegend auf Würfe aus der Distanz. Nach dem ersten Viertel reichte dies zu einer knappen 13:12 Zwischenführung.

Zu Beginn des zweiten Viertels schienen die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, als sie sich auf 19:13 absetzen konnten. Vor allem die beiden Routiniers in Reihen der Nürtinger Alexandra Kaufmann und Daniela Fischer stemmten sich nun mit aller Macht gegen einen wachsenden Rückstand. Dies mit Erfolg, denn der Abstand vergrößerte sich nicht mehr weiter. Doch den 20:25 Pausenrückstand konnte auch sie nicht verhindert. Zu groß wer die Überlegenheit Derendingens in dieser Phase unter den Körben. „Mit den 25 Punkten Derendingens‘ konnten wir gut leben, aber 20 erzielte Punkte sind eben sehr dürftig“, haderte Hilburger mit der insgesamt verbesserungswürdigen Trefferquote seiner Spielerinnen. „Es wirft sich aber auch schwerer, wenn man ziemlich sicher keine zweite Wurfchance bekommt.“

In der Kabine beschwor man sich neu, um in diesem Spiel vielleicht das Unmögliche doch möglich zu machen. Immerhin hatte man in der ersten Halbzeit phasenweise auf Augenhöhe gespielt. Speziell im dritten Viertel setzen Hilburger und Co. die Vorgaben des Trainers dann auch bestens um.  Mit einer aggressiven Verteidigung stellte man den Gegner in diesem Viertel vor einige Probleme und endlich traf man auch hochprozentiger von den Außenpositionen. Eine Minute vor Viertelende erkämpfte man sich somit eine 34:31 Führung zurück. Die Gäste wirkten angeschlagen und ließen nun auch ihrerseits etliche Möglichkeiten unter dem Nürtinger Korb liegen. Leider verpassten es die Gastgeberinnen in dieser Phase diese Schwächeperiode Derendingens weiter auszunutzen. Ganz im Gegenteil, denn plötzlich stagnierte das Nürtinger Offensivspiel. Zudem brachte man den TV durch einige individuelle Fehler im Umschaltverhalten wieder zurück ins Spiel. Vor dem abschließenden Viertel lag man dadurch erneut mit 36:37 Punkten knapp im Hintertreffen.

Zu Beginn des letzten Viertels machten die Universitätsstädter dann ernst. Mit dem zwischenzeitlichen Rückstand im Hinterkopf konzentrierten sie sich wieder auf die eigenen Stärken und gingen mit 45:40 Punkten in Führung. Nur noch einmal keimte im Nürtinger Lage Hoffnung auf, also die starke Daniela Fischer ihre Farben fünf Minuten vor Spielende auf 44:45 Punkten heranführte. Dann spielten nur noch die Gäste. Wenige Zeigerumdrehungen später lag das tapfer kämpfenden Rumpfteam erstmals zweistellig zurück (57:46). Die letzten Punkte des Spiels gingen zwar noch einmal auf das Konto der Gastgeber, doch dies bedeutete lediglich noch Ergebniskorrektur. Mit der 51:57 Niederlage kann man zwar einigermaßen gut leben, doch zufrieden war man insgesamt nicht mit der gezeigten Leistung in diesem Spiel. Vor allem im Hinblick auf Spieltempo hatte man sich aus Nürtinger Sicht doch etwas mehr vorgenommen. Nun hat man eine Woche spielfrei, bevor man dann in eigener Hallen mit dem SV Böblingen den Regionalligaabsteiger und einen der Topfavoriten auf den Meistertitel empfängt. Dann hoffentlich wieder deutlich besser besetzt.

Für TG Nürtingen gespielt haben:
Fischer, D.(18), Fischer, K-T.(2), Haußmann, Kaufmann(10), Müllerschön(11, Salkowski(2), Wanzke(8), Wosnitza.

jöf

Herren1: Wichtiger Heimsieg gegen Marbach

Wichtiger Heimsieg gegen Marbach


Gegen den TV Marbach gelang der ersten Herren - Mannschaft der TG Nürtingen am Samstag im Hölderlin-Gymnasium ein enorm wichtiger Heimsieg. Gegen den letztjährigen Oberliga-Absteiger setzten sich die Gastgeber überzeugend mit 84:65 durch.


So hatten sich das vor Spielbeginn sicher nur die wenigsten ausgemalt. Der Nürtinger Trainer Daniel Weingarten analysierte nach dem Spiel: “Uns war klar, dass dies ein sehr wichtiges Spiel wird. Marbach hat letztes Jahr noch in der Oberliga gespielt, verfügt über einen starken Kader und hat in den bisherigen Saisonspielen überzeugende Ergebnisse geliefert. Für uns zählen sie definitiv zu den Mannschaften, die am Ende der Saison ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden könnten”.

Umso beeindruckender, wie die Nürtinger das Spiel begannen: Von Nervosität war keine Spur zu erkennen, man startete dominant in das Spiel und nach nur sechs gespielten Minuten zeigte die Anzeige bereits eine 18:4-Führung für die TG. “Das war natürlich optimal, einen besseren Auftakt in so ein wichtiges Spiel kann man sich kaum wünschen” so abermals Weingarten. Es spricht für die Erfahrung und Stärke Marbachs, dass sich die Gäste von dem Start der Nürtinger nicht lange beirren ließen und nach und nach selbst ins Spiel fanden. Es entwickelte sich ein offenes Spiel auf gutem Landesliga-Niveau, nach Ende des ersten Viertel führten die Hausherren mit 23:14.

Einen ähnlichen Verlauf nahm auch das zweite Viertel. Keiner Mannschaft gelang es den knappen Nürtinger Vorsprung entscheidend zu verkürzen beziehungsweise auszubauen. Konsequenterweise wurden beim Stand von 38:33 die Seiten gewechselt. Der Nürtinger Trainer Weingarten in der Halbzeit: “Natürlich haben wir das Tempo des furiosen Starts nicht über die gesamte erste Halbzeit durchziehen können, aber das war auch nicht zu erwarten, dafür ist Marbach ein zu gutes Team. Was mich natürlich freut ist, dass wir es geschafft haben dem Gegner zur Halbzeit nur 33 Punkte zu erlauben. Wenn wir es schaffen, nur 60 bis 70 Punkte zuzulassen denke ich, dass wir stets gute Chancen haben die Spiele zu gewinnen”.

Ein wichtiger Grund für die Aussage Weingartens ist momentan sicher Akant Sengül. Der Nürtinger Center zeigte sich erneut fantastisch aufgelegt. Sowohl direkt in Korbnähe als auch mit Würfen aus der Distanz, an diesem Tag fand fast jeder Versuch den Korb. Angeführt von ihrem Topscorer gewannen die Nürtinger auch den Vergleich im dritten Viertel und gingen mit einer 59:50-Führung in den finalen Spielabschnitt. Den Hölderlinstädtern war nun anzumerken, dass man sich dieses Spiel nicht mehr nehmen lassen wollte und auch den direkten Vergleich im Kopf hatte. Nach der Schlusssirene und einem deutlichen 84:65-Erfolg der TGN abschließend nochmals Coach Weingarten: “Wir wissen, wie lange und unvorhersehbar so eine Saison werden kann. Deshalb war es für uns wichtig nicht nur zu gewinnen, sondern mit 19 Punkten Vorsprung auch direkt gute Voraussetzungen für einen eventuellen direkten Vergleich mit den Marbachern zu haben. Mit diesem Ergebnis hatten sicher nur die wenigsten gerechnet, wir sind aber natürlich sehr glücklich damit”. Den positiven Trend gilt es für die TG nun zu bestätigen und beizubehalten. Die nächste Chance dazu besteht am kommenden Wochenende, wenn man zum Auswärtsspiel bei der BG Remseck antreten muss.

Für die TG spielten: Abele (11 Punkte), Fischer, Karahan, Kiriakidis (13), Parlapanis, Ratzkowski (7), A. Sengül (37), E. Sengül, Sigel, Tussetschläger (3), Unterseher (6), Wörner (7)

Damen1: Niederlage - unverdient verdient

Am vergangenen Sonntag mussten die Oberligadamen der Turngemeinde beim Titelverteidiger SG Weinstadt eine 66:55 (22:8, 35:26, 52:42) Niederlage hinnehmen. Diese Niederlage einzuordnen fällt angesichts des Spielverlaufs allerdings schwer. Verdient unverdient oder unverdient verdient. So in etwa dürfte diese Partie betitelt werden.

Doch was war eigentlich passiert. Die Turngemeinde begann das Spiel zunächst abwartend. Zu abwartend wie man nach dem Spiel feststellen musste. Vor allem in den Anfangsminuten überließ man den Gastgeberinnen komplett die Initiative. In der Defensive standen die Schützlinge von Trainer Sebastian Hilburger meist zu weit weg vom Gegner und sie machten keinen Druck auf den Ball. In der Offensive wirkte man zudem pomadig, mit zu wenig Tempo im Spiel. Die Gastgeberinnen hingegen wussten den sich bietenden Platz bestens zu nutzen und erspielten sich schnell und einfach eine deutliche 12:3 Führung. Da sich an der grundsätzlichen Ausrichtung beider Mannschaften bis zum Viertelende nichts Wesentliches änderte, wuchs der Vorsprung weiter an. Mit einem aus Gästesicht ernüchternden 12 Punkte Rückstand (20:8) endeten die ersten 10 Spielminuten. Der letztjährige Tabellendritte war in diesem Spiel noch nicht richtig angekommen.

Dies änderte sich im zweiten Viertel. Wer die TG-Truppe noch aus dem Vorjahr kennt, der weiß wieviel Moral in dieser Mannschaft steckt. Plötzlich wurde der Schalter umgelegt und als Anhänger der Turngemeinde sah man endlich wieder die Nürtinger Tugenden der Vorsaison. Angeführt von der sehr engagierten Daniela Fischer wurde in der Verteidigung nun kontinuierlich Druck auf den Ball gemacht. Dadurch zwang man den Gegner regelrecht zu Fehlern. Auch im Umschaltverhalten spielte man jetzt wieder den Basketball der Vorsaison. In der 16.ten Spielminute verkürzte Daniela Fischer nach einem Ballgewinn auf 3 Punkte (23:26). Weinstadt hatte in dieser Phase nicht viel entgegenzusetzen und erzielte bis dato lediglich 4 Punkte und dies aufgrund individueller Fehler in der Nürtinger Verteidigung. Dann gab es in diesem Spiel allerdings das große Thema „Freiwurfquote“. Aus unerklärlichen Gründen trafen die Hölderinstädterinnen in dieser Partie kaum einen Freiwurf. Bereits bis zum 23:26 vergaben Nürtinger Spielerinnen nicht weniger als 10 Freiwürfe bei 15 Versuchen. Der Ausgleich oder eine Führung wäre angesichts des Spielverlaufs längst möglich gewesen. Zumal man auch zwei einfache „Eins-gegen-Null“ Korbleger nach Ballgewinnen nicht in Punkte ummünzen konnte. Wie es besser geht zeigten hingegen die Weinstäderinnen. Eine offensive Verteidigung ist grundsätzlich etwas foulbehafteter. Da die Turngemeinde bereits die Mannschaftsfoulgrenze überschritten hatten, dürfte Weinstadt bei jedem weiteren Foul an die Linie. Während die TG bis zum Seitenwechsel weitere 5 Fehlversuche von der Linie zu verzeichnen hatte, erzielte der Titelverteidigung im gleichen Zeitraum sieben der letzten 10 Punkte eben jenseits dieser Linie. Beim Seitenwechsel führten die Hausherrinnen damit unnötig deutlich mit 35:26 Punkten.

Den besseren Start ins zweite Viertel erwischten die SGlerinnen. Wie schon im ersten Spielabschnitt dauerte es auch in dieser zweiten Halbzeit wieder einige Minuten bis die Spielerinnen aus der Hölderinstadt ins Spiel fanden. In der 25.ten Minuten sahen sie sich erneut mit einem 12-Punkte Rückstand konfrontiert (44:32). Offensichtlich Ansporn genug, um erneut das Tempo hochzuschrauben und eine weitere Aufholjagd einzuleiten. Aber auch jetzt stand man sich wieder selbst im Weg oder konnte sich einfach nicht für den hohen Aufwand in der Defensive belohnen. Zwar verkürzte man 3 Minuten vor Viertelende auf 39:44 Punkte, doch ein weiterer vergebener Korbleger und 3 weitere Fehlkarten von der Linie verhinderten erneut einen möglichen Ausgleich. Irgendwie war es in diesem Spiel wie verhext. Vor dem abschließenden Viertel betrug der Rückstand plötzlich wieder 10 Punkte (52:42). „Wenn wir allein im dritten Viertel 10 Freiwürfe und dazu noch einen Korbleger nach einem Steal vergeben, dann haben wir es an diesem Tag auch einfach nicht verdient gehabt, zu gewinnen. Insgesamt haben wir 28 Freiwürfe bei 39 Versuchen vergeben.“, so ein am Ende etwas ratloser Trainer Hilburger nach dem Spiel.

Das ständige Anrennen und die offensive Verteidigung hatten offensichtlich Kraft und vor allem Selbstvertrauen gekostet. Im Schlussviertel brachte eine sichtlich entkräfte Nora Müllner ihre Farben zwar noch einmal auf 6 Punkte heran (52:46), doch der Kräfteverschleiß machte sich im Schlussviertel nun nicht nur bei ihr bemerkbar. Speziell im letzten Viertel wirkten die Gastgeberinnen frischer und hatte noch deutlich mehr Körner im Köcher. Mit einem Zwischenspurt erhöhten sie erneut auf diese in diesem Spiel magischen 12 Punkte (58:46). Damit war der Widerstand von Fischer und Co. nun endgültig gebrochen. Am Ende musste die Turngemeinde in einem guten Oberligaspiel letztendlich mit einer 66:55 Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. Grundsätzlich wäre hier etwas zu holen gewesen, doch die Gastgeber wirkten prinzipiell etwas abgezockter und kompakter. Auf der Gegenseite fehlt mitunter noch etwas der Feinschlief.


Für TG Nürtingen gespielt haben:
Büchele(9), Fischer, D.(12), Fischer, K-T.(4), Kaufmann, Müllerschön(1), Müllner(10), Stader(8), Salkowski(1), Staib(2), Wanzke(8).

jöf